Olivier Wicki
Interview
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Olivier Wicki ist frisch aus Los Angeles zurückgekehrt, wo er während der letzten 10 Monate am Schnitt für U2s dreidimensionales Konzertfilmprojekt „U23D“ gearbeitet hat. Der sympathische Schweizer, mit leichter Ähnlichkeit zu Kiefer Sutherland, nimmt sich in den Büros von Blue Rock in Manhattan einen halben Tag Zeit für u2swisshome.com, einschliesslich ausgedehmtem Preview und Einblick in das Schnittverfahren. Er spricht auf Französisch – mit leichtem amerikanischen Akzent – leidenschaftlich über das soeben beendete Projekt.

Und „U23D“ ist ein beeindruckender Film, unter der Regie von Catherine Owens und Mark Pellington. Mit 3D-Kameras wurde die gesamte Südamerika-Tour vom Winter 2006 aufgezeichnet – mit Ausnahme des Konzerts in Monterrey, aber einem zusätzlichen Konzert in Buenos Aires ohne Publikum. Ebenfalls aufgezeichnet wurden 2 Shows in Australien im Herbst 2006, mehrheitlich für ergänzende Publikumsszenen.

Der Film dauert 83 Minuten und enthält 14 Songs, mehrheitlich die grossen Hits. Der Film zielt klar auf die breiten Massen ab. Eine provisorische Fassung wurde am Cannes Film Festival 2007 aufgeführt. Die Endfassung – im November 2007 fertiggestellt – wird am Sundance Film Festival in Salt Lake City, Utah, am 19. Januar 2008 uraufgeführt. Anschliessend wird der Film, vertrieben durch National Geographic Cinema Ventures, ab dem 23. Januar in nordamerikanischen Kinos gezeigt.

Für die digitale projizierte Version kommen Kinos in Frage, die mit realD 3D-Technologie ausgerüstet sind (www.reald.com). Hierbei werden die Zuschauer relativ kleine Passivbrillen tragen, mit zirkulär polarisierten Gläsern. Eine analoge projizierte Version wird in 3D-fähigen IMAX-Kinos gezeigt (www.imax.com). Bei diesem Verfahren tragen die Zuschauer eine ebenfalls passive, leicht grössere Brille mit linear polarisierten Gläsern (ein Auge horizontal, das andere Auge vertikal). Eine ähnliche Technologie mit aktiven, batteriebetriebenen Brillen, ist für 3D-fähige TV-Geräte möglich. Eine Veröffentlichung von U23D auf HD-DVD oder BluRay ist jedoch nicht geplant, denn der Film soll – in ausgewählten Kinos zumindest – mehrere Jahre gezeigt werden. Übrigens, in Europa soll der Film sowohl in realD als auch IMAX-Kinos ab Frühjahr laufen. In der Schweiz gibt es zur Zeit leider keine Kinos, welche mit der nötigen Technik ausgerüstet sind.

Die 3D-Eindrücke beim Zuschauer setzen sich aus „live action“ Material, multiplen Ebenen beim Schnitt sowie eingeblendeten Animationen zusammen. Das „live action“ Filmmaterial wurde mit neuartigen 3D Kameras digital gefilmt. Der variable Abstand zwischen beiden Linsen einer Kamera (linkes und rechtes Auge) bestimmt den dreidimensionalen Tiefeneindruck.
Beim Schnitt kann Material von verschiedenen Kameras als zusammengestelltes Bild in verschiedenen Ebenen beliebig übereinander platziert werden. Die computergenerierten Animationen, mehrheitlich aus den Hintergrundprojektionen der Show entnommen, können natürlich auch auf vielfältige Weise für ein 3D-Umfeld angepasst werden.

Bei allen drei eingesetzten 3D-Methoden spielt die Konvergenz eine grosse Rolle. Unter Konvergenz versteht man in der 3D-Technik den empfundenen Abstand vor oder hinter einer definierten Null-Ebene. Bei der modernen 3D-Technik ist die Konvergenz, sowohl für „live action“ Material als auch digitale Effekte, sehr fein abstimmbar – eines der Geschäftsgeheimnisse des Produktionsteams. So sind auch schnelle Schnitte für den Zuschauer nicht anstrengend, denn die Konvergenz kann jeweils vor dem Schnitt an die nächste Szene angepasst werden, ohne harten Sprung für das Auge.

So entstehen schöne 3D-Momente, z.B. in „Sometimes You Can’t Make It On Your Own“, wenn The Edge (live action, vorne links) den Kopf dreht, wie wenn er Bono anschauen würde (Bono ist ab Screen hinten rechts eingeblendet). Oder wer den Wörtersalat von „The Fly“ bei Zoo TV beeindruckend fand, der warte auf die 3D-Version! Schwierig vorzustellen? Dann gibt’s nur eines: Film selber anschauen! Viel Spass!

Hallo, wie geht’s? Wo steckst du?
Mir geht’s gut. Ich habe gerade ein paar Wochen freigenommen, nachdem ich 8 Monate in New York und 9 Monate in Los Angeles am Film gearbeitet habe. Ich befinde mit in New York City bei BlueRock.

Erzähl uns mehr über deine schweizer Wurzeln.
Ich komme aus Fluhli im Kanton Luzern, bin aber in Genf aufgewachsen. Meine Eltern kommen beide aus der Schweiz.

Wie kam es zum Umzug nach New York 1991, nach deinem Studium in Genf?
Also, ich zog in die Vereinigten Staaten, weil es mich interessierte, in der Film- und Videobranche zu arbeiten, und damals hatte ich nichts zu verlieren. Ich arbeitete als Grafiker. Nebenbei drehte ich als Hobby kurze Videoprojekte, mehrheitlich für Extremsport-Firmen und Läden.

Du wurdest 1994 bei BlueRock engagiert. Wie kam’s dazu?
Nach 6 Monaten Englischschule beschloss ich, in New York City zu bleiben und mich nach einer Praktikumsstelle umzusehen. Nach einigen Anrufen hatte ich einige Angebote als Produktionsassistent bei Produktionsfirmen. Eine der Firmen mit dem damaligen Namen “Fahrenheit Films” stellte mich als Videoassistent an, um Demofilme für Regisseure herzustellen, sowie um bei den Drehs für Fernsehwerbungen mitzuhelfen. Das war eine grosse Chance für mich, weil ich viele Leute aus dem Business kennenlernte. Ein paar Monate später lernte ich “BlueRock” kennen, damals “Palestrini Post Production” genannt. So kam ich 1994 nach einigen Versuchen zu “Palestrini Post Productions”.

Was machst du genau bei BlueRock?
Ich bin Cutter für Film und Video, mit einem Hintergrund in Grafik und visuellen Effekten.

Nenn uns ein paar Highlights aus deiner bisherigen Arbeit.
In den späten 90ern machte ich viele Extremsportvideos und industrielle Videos. Danach hatte ich Erfolge mit TV-Werbespots für L’Oréal, Panasonic, Sprint, GMC, Revlon, Diet Coke, Garnier, Gillette. Kürzlich arbeitete ich an einigen tollen Videoclips wie: The Bravery “No Brakes”, Wyclef Jean “Industry”, RoughStars “Letter in Blue” und natürlich U2 “Original Of The Species”. Das Video, “Original Of The Species”, wurde für den besten Schnitt bei den MTV Music Awards nominiert. Ich hab nicht gewonnen! Vielleicht nächstes mal – also passt auf!

Wie mochtest du U2, bevor du mit ihnen gearbeitet hast? Hattest du sie je live gesehen?
Ja, ich mag sie und hörte gelegentlich ihre Musik. Ich ging an mein erstes U2-Konzert im Madison Square Garden, nachdem ich “Original Of The Species” fertiggestellt hatte. Bono lud das Post Production Team an das letzte Konzert in New York City ein.

Hat das Arbeiten mit U2 deine Ansichten über sie verändert?
Allerdings! Ich habe in der Vergangenheit mit berühmten Personen zusammengearbeitet, und Bono war der Erste, der helfen und Teil des Prozesses sein wollte, wenn es Probleme gab. Ich war beeindruck, wie wichtig Bono seine Arbeit nimmt und wieviel Leidenschaft er in sie steckt. Insgesamt hat die Band diesen Film sehr unterstützt. Es hat meine Ansichten verändert, weil die Arbeit mit leidenschaftlichen und interessierten Leuten für mich sehr motivierend wirkt.

Catherine Owens arbeitet schon seit langer Zeit mit U2 zusammen, mehrheitlich für Videos/Projektionen für U2s Tourneen. Wie haben sich eure Wege gekreuzt, wie kam’s zur Zusammenarbeit?
Also, an einem späten Nachmittag im September 2005 wurde mir Catherine Owens durch John Leamy vorgestellt. John Leamy ist Creative Director bei Spontaneous und hatte zuvor mit Catherine am Menschenrechts-Video für U2s Tour sowie am Videoclip für “Yahweh” gearbeitet. Catherine suchte damals einen Cutter für den Schnitt von “Original Of The Species”. Sie verlangte eine enge Zusammenarbeit mit Spontaneous. Da ich über viele Jahre im Rahmen diverser Projekte mit Spontaneous gearbeitet hatte machte auch hier eine Zusammenarbeit Sinn. Ich glaube, Catherin und ich haben seit fast 2 Jahren nonstop gearbeitet. Es war eine wunderbare Erfahrung, mit der talentierten Catherine Owens zu arbeiten, weil sie keine Angst davor hat, alle Regeln zu brechen und atemberaubende Videokunst zu erschaffen.

Dein erstes U2-Projekt war der Videoclip zu “Original Of The Species” 2005, den wir übrigens sehr mögen. Im Clip kommen animierte 3D-Raster von U2s Köpfen vor, kombiniert mit sehr einfachem aber ausdrucksstarkem Videomaterial und darüber eingeblendeten Animationen. Kannst du uns mehr darüber erzählen, wie das Video entstanden ist, und was dein Job bei Projekt war?
Das meiste CGI (Animationen, “computer generated images”) entstand aus Bewegungserfassung aus Material, welches Monate vor Fertigstellung des Videos gefilmt worden war. Das CGI-Team arbeitete tagelang daran, das Material so realistisch und flüssig zu gestalten. Es war eine grosse Herausforderung, einen Effekt wie diesen in einer sehr kurzen Zeit zu schaffen. Meine Aufgabe am Projekt war, Musik und Video zu schneiden, sowie das alle CGI-Szenen für die CGI-Abeteilung zeitlich abzustimmen. Ich hatte viel Spass bei der Arbeit mit Spontaneous und John Leamy. Lasst uns nicht vergessen, dass “Original Of The Species” bei den MTV Awards auch in der Kategorie “Beste Spezialeffekte” nominiert war.

3D soll der nächste Quantensprung des Kinos sein und die Art, wie wir Filme schauen, revolutionieren. Bist du einverstanden?
Genau “Quantensprung”. Ich glaube, die Leute brauchen eine neue Art erleben, Filme zu schauen. Einer der Gründe, warum weniger Leute in die Kinos gehen, liegt bei hochauflösenden Heimkinoanlagen. Da jetzt erschwinglich bleiben die Leute zu Hause. Ich bin überzeugt, dass eine neue, innovative und topmoderne Erfahrung die Mengen anziehen kann und dass die Kinoeintritte wieder zunehmen können. Seid also bereit für U23D im frühen 2008, ihr werdet nicht enttäuscht sein.

Wie unterscheidet sich die aktuelle 3D-Technik von den älteren 3D-Filmen wie wir sie kennen? Keine komischen Brillen mehr nötig?
Den alten 3D-Prozess nennt man auch Anaglyph (rote und blaue Linsen). Anaglyph wird für Filme nicht mehr verwendet. Polarisierte Linsen haben Anaglyph ersetzt. Die ersten polarisierten Brillen waren gross, unbequem, und einige Filme waren für die Augen nach einiger Zeit anstrengend, weil das 3D von Szene zu Szene nie angepasst war. Mit der heutigen 3D-Technologie kann die Tiefe beim Filmen sowie später während der Nachproduktion angepasst werden, um die 3D-Erfahrung zwischen den einzelnen Szenen nahtlos zu machen. Die neuen, zirkulär polarisierten Brillen sind kleiner und leichter, somit angenehmer für langes Schauen.

Die neue 3D-Technologie kann sowohl auf Computeranimationen als auch echtem Filmmaterial angewendet werden. Ist der 3D-Effekt für bei beiden Techniken vergleichbar?
Ja, das 3D-Ergebnis wird bei beiden Formaten gleich. Computergenerierte 3D-Animationen sind sicherer, weil man die Freiheit hat, Szenen nach Belieben anzupassen. Mit echt gefilmtem Material muss man mit dem arbeiten, was man gefilmt hat – somit die grössere Herausforderung, es sei denn man hat das Budget, um nochmals zu filmen.

Kommen im U2 Film beide Techniken vor?
Ja, in den Credits am Ende des Filmes werdet ihr CGI in 3D sehen, geht also nicht zu schnell raus.

Wer hatte die Idee für einen U2 Konzertfilm in 3D?
Da ich nicht seit Beginn bei diesem Projekt dabeiwar, habe ich Catherine um die genaue Antwort gebeten: “Als Creative Director für die visuellen Inhalte von U2s Tourneen hat mich Pete Shapiro früh im Jahr 2004 gefragt, ob U2 einen Film in 3D machen würden. Im Sommer 2004 hat Bono für einen Test zugesagt, welcher früh 2005 stattfand”.

Wann begann das Projekt?
Offiziell früh 2004.

Wann kamst du dazu?
Spät 2005. Ich war nicht an der Produktion, sondern nur an der Post Production beteiligt.

Was genau war deine Aufgabe?
Ich musste Catherines Vision verstehen und in einem zusammenhängenden Schnitt umsetzen. Ich habe auch sehr eng mit Dave Franks von 3ality gearbeitet, um den digitalen 3D-Prozess zu verstehen und meine Schnitte für sie vorzubereiten. Diese Vorbereitung war sehr zeitintensiv, weil ich alle einzelnen Spezialeffekte, Farbkorrekturen, Zeitverschiebungen und Grafikplatzierungen vorsichtig erklären musste, die Catherine und ich in Rohform mit Avid geschaffen hatten [Avid ist eine professionelle Videoschnitt-Software]. Jedes Mal, wenn Catherine und ich einen Avid-Schnitt fertiggestellt hatten, fand eine Übergabebesprechung mit dem 3ality Team statt, damit jede Abteilung eine Vorstellung von Catherines Vision hatte. Das Audio war auch ein wichtiger Bestandteil der Endphase, in welcher ich Quicktimes und OMF-Sequenzen für Carl Glanville produzierte [Quicktime ist ein Videoformat von Apple. OMF steht für “open media framework”, ein plattformunabhängiges Format für den Transfer von digitalen Medien zwischen verschiedenen Softwareprogrammen]. Dies kostete auch viel Zeit, wegen der Vielzahl an Tracks und Konzerten. Carl und ich haben mit Schweizer Präzision gearbeitet, um dem Publikum die beste je produzierte U2 Show zu geben.

In einem Artikel stand, dass du den Film in 2D schneidest, bevor der 3D-Effekt angewendet wird.
Ja, ich habe den Film in 2D geschnitten. 2005 gab es nur die Möglichkeit, in 2D zu schneiden und die Arbeit in 3D zu beenden.

Wie funktioniert das genau?
Zu Beginn schaute ich mir unzählige 3D-Filme an und reiste nach Los Angeles, um mehr über den 3D-Prozess zu erfahren, was eine grosse Hilfe war. Zuerst mussten über 300 Stunden Filmmaterial aus einer einzigen Linse in Avid geladen werden. Catherine und ich ordneten die Songs und machten uns Ideen zu jedem Song, bevor wir mit dem Schnitt anfingen. Wenn wir relativ weit fortgeschritten waren, bereiteten mein Assistent und ich EDLs sowie Quicktimes mit all meinen Notizen für 3ality vor [EDS steht für “edit decision list”; es ist ein Dateiformat, welches Informationen zum Schnitt wie Bandnummern und Zeitcode enthält]. Nach einer schnellen Sitzung zur Übergabe begann 3ality mit dem Generieren der 3D-Version und der Produktion einer 3D-Vorschau, welche digital projeziert und für weitere Korrekturen kommentiert wurde. Der Ablauf war sehr zeitintensiv und manchmal schwierig, weil etwas, das 2D gut aussieht nicht unbedingt auch in 3D funktioniert. Aber ich muss sagen, insgesamt hatten Catherine und ich eine gute Vorahnung, was funktionieren würde und was nicht. Ich hoffe, in naher Zukunft mit beiden “Augen” schneiden zu können und meine Rohfassungen in 3D in Avid zu sehen.

Woher stammt das Filmmaterial für den Film?
Aus Südamerika: Argentinien, Chile, Brasilien und Mexico. Einige zusätzliche Szenen stammen aus Australien.

Der Film ist also ein Mix aus Material von diesen verschiedenen Orten?
Ja, 5 Länder.

Gab’s da nicht Probleme beim Schnitt?
Hör mal! Als Zuschauer wirst du in eine so fantastische 3D-Erfahrung eintauchen, dass du nicht an Unstetigkeiten denken wirst. Lass mich wissen, wenn die irgendwelche siehst!

Olivier Wicki, Fulvio Valsangiacomo, Dave Franks & Carl Glanville, Cannes Film Festival 2007

Wer waren die Schlüsselpersonen für diesen Film, und was war ihre Rolle?
Es gab eine Menge and Schlüsselpersonen für diesen Film. Hier ist eine kurze Liste der Leute, mit welchen ich am engsten zusammengearbeitet habe:Mit ihren avantgardistischen Visionen und täglichen Lächeln, natürlich Catherine Owens. Catherine und ich haben 17 Monate zusammen gearbeitet, und es war eine unglaubliche Reise. Ich bin sehr stolz, an einem solchen Projekt mit Catherine Owens gearbeitet zu haben.Jason Free, mein zweiter Cutter. Jason und ich haben einige Tracks zusammen geschnitten, und er hat tolle Schnitte produziert, es war eine Freude mit ihm zu arbeiten. Jason hat in der Vergangenheit auch mit Catherine gearbeitet, und zwar bei den Graphiken für “The Fly” bei der Vertigo Tour.
Fulvio Valsangiacomo, mein erster Assistent, auch aus der Schweiz. Fulvio war eine grosse Hilfe, voller Wissen, schnell, genau, und nie spät. Kein Wunder kommt er aus der Schweiz.
Dave Franks, der Visual Effects Supervisor. Dank Daves Hilfe konnte ich den Vorgang der 3D-Umsetzung verstehen und lernen. Dave ist ein Perfektionist, so wie ich, und er hat’s geschafft, den Schnitt zu jedem einzelnen Song präzise in 3D zu reproduzieren.
Caryn MacLean, meine Produzentin bei BlueRock New York. Caryn war eine grosse Hilfe bei der Projektkoordination zwischen der Ost- und Westküste.
Carl Glanville, Musikproduzent, Mischer und Sound Editierer aus New York. Carl und ich haben unzählige Stunden damit verbracht sicherzustellen, dass das Timing, die Synchronisation und Performance so gut wurde wie nur möglich. Es war eine Ehre, mit dem talentierten Carl Glanville zu arbeiten.

Abgesehen von den Hauptrollen im Film, wie stark war die Band an diesem Projekt beteiligt?
Sie waren stark beteiligt, mit zahlreichen digitalen 3D-Vorführungen in New York sowie mehreren Präsentationen von Rohfassungen bei BlueRock. Wir haben auch Quicktimes von Rohfassungen auf einem sicheren Server geladen, für die Freigabe durch die Band.

Wie ware es, mit U2 zu arbeiten?
Es war super. Wie ich schon gesagt habe, Bono versucht immer einen Schritt weiter zu gehen, um etwas noch besseres zu kreieren. Es ist beruhigend und motivierend zugleich, die Unterstützung der Band zu haben.

Wie technisch fortschrittlich ist das Projekt?
Sehr stark: es sind neue 3D-Technologie, 3D-Spezialeffekte, 3D-Multi-Layering und 3D-Graphiken, gemischt mit echter Bewegung. Es ist auch der erste 3D-Film mit multiplen Kameras in Echtzeit bei einem Livekonzert.

Wann wird der Film voraussichtlich beendet?
Der Film ist fertig. Die Premiere findet in der ersten Woche des Sundance Film Festivals 2008 statt. Am 23. Januar 2008 kommt er in den USA in die Kinos. Für mehr Informationen: www.u23dmovie.com

In was für Kinos wird der Film gezeigt?
In digitalen 3D-Kinos und IMAX 3D. Für mehr Infos checkt www.realD.com und www.imax.com. Soviel ich weiss rüstet real-D normale Kinos auf der ganzen Welt mit 3D-Technologie auf, ich weiss aber nicht wieviele in Europe. Ihr müsst auf der Website nachschauen. Bei IMAX 3D müsst ihr sicherstellen, dass es wirklich ein 3D IMAX Kino ist, denn nicht alle IMAX Kinos haben 3D.

Gibt’s unterschiedliche Versionen des Films, je nach Region?
Der Film wird auf der ganzen Welt gleich sein.

Wer ist der Vertrieb? Wie breitflächig wird der Film vertrieben?
Der Vertrieb ist National Geographic Entertainment. Hier die Pressemitteilung.

Wir haben von der Möglichkeit einer DVD-Veröffentlichung mit 3D-Brille gehört.
Es gibt zur Zeit keine Pläne, den Film auf DVD, BluRay oder HD-DVD zu veröffentlichen.

Was kannst du uns über den Soundtrack des Films sagen?
Also, der Soundtrack spiegelt die südamerikanische Vertigo Tour. Mehrere Klassiker wie “Sunday Bloody Sunday”, “Pride” und “With Or Without You” sind in diesem Film. Und natürlich auch einige Songs von “How To Dismantle An Atomic Bomb” wie “Vertigo”, “Sometimes You Can’t Make It On Your Own” und “Love And Peace Or Else”. Ich werde nicht die ganze Setlist verraten, seht euch den Film also selbst an!

Wird auch der Soundtrack eine Mischung aus verschiedenen Shows sein?
Der Soundtrack wurde nathlos aus verschiedenen Konzerten zusammengemischt, um mit dem Bild zu funktionieren. Carl Glanville und Robbie Adams haben einen perfekten Soundtrack zu diesem Film geschmiedet und ihr werdet nicht enttäuscht sein.

Vielen Dank für das Gespräch!
Mit Vergnügen! Vielen Dank.

Wir können es kaum erwarten, den Film zu sehen!
Carl und ich waren diese Woche bei einer Privatvorführung vor der Presse und es war absolut genial. Ich weiss, dass dieser Film gut ankommen wird, insbesondere bei allen U2 Fans. Also geniesst den Film. Es wird eine Erfahrung, die ihr nie vergessen werdet.

Zum Abschluss dieses Interview möchte ich noch erwähnen, dass mich meine Frau Denise und meine Tochter Olivia über die letzten 17 Monate meine Arbeit extrem unterstützt haben. Ich möchte mich hier bei ihnen für ihre ausserordentliche Unterstützung bedanken.

 
       
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